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News | Aktuelles 2020

Dreharbeiten in der DRK Kita Nestwerk

Erzieherin Nina Nossek (Mitte) im Gespräch mit WDR Redakteurin Silke Schmidt.
Interview mit Kita-Leiterin Ursula Reinsch

Einen besonderen Vormittag haben Kinder und Erzieher*innen der Kita Nestwerk des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) erlebt. Ein Filmteam des WDR drehte für die Nachrichtensendung  „Lokalzeit OWL“ einen Beitrag in der Kita.

Anlass war die Studie „Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme 2020“, die alljährlich von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlicht wird. Nina Nossek und Stefanie Theiler-Friedrich, pädagogische Fachkräfte in der Einrichtung, zeigten dem WDR beispielhafte Angebote aus dem Fachbereich „Natur und Technik“. Eine Stabheuschrecke, die seit einigen Wochen in der Kita lebt, war der heimliche Star des Filmdrehs. Mutig ließen sich die Kinder das Krabbeltier mit den langen Fühlern auf die Hand oder auf den Arm setzen. Und erfuhren dabei viel Wissenswertes über den Lebensraum des Tieres. Danach wurden Tomaten aus dem Kita-Gewächshaus im Gemüsegarten geerntet. Alles unter den wachsamen Augen des Filmteams, das ganz beeindruckt war von den Räumlichkeiten und dem pädagogischen Angebot in der Kita, die seit 2012 als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert ist.

Im nachfolgenden Interview stellte sich Ursula Reinsch den Fragen von WDR-Redakteurin Silke Schmidt. Die Kita-Leiterin ist froh, dass ihre Erzieher*innen so viel möglich machen. Aber sie wünscht sich auch bessere Bedingungen für die Erziehungsarbeit: „Die Arbeit mit Kindern ist sehr individuell, da ist eine Gruppengröße von 24 Kindern sportlich, wenn wir auf jedes Kind eingehen wollen“. Auch Petra Schlegel, DRK Fachberatung Kitas, wünscht sich im Studiointerview mehr Personal und eine Verringerung der Gruppengröße: „Bei nur 18 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren hat jedes viel häufiger die Gelegenheit, besondere Erfahrungen zu machen, etwa beim Forschen, beim Anziehen oder beim Essen“.

Wir danken dem WDR-Team für seinen Besuch. Der Beitrag wurde am 25.08. ausgestrahlt und ist in der WDR Mediathek noch bis zum 01.09.2020 zu sehen:

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-ostwestfalen-lippe/video-lokalzeit-owl---756.html

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelle Berichterstattung über die DRK Kita Lummerland

Gegen eine Erzieherin und die Leitung der DRK Kita Lummerland wurde von der Staatsanwaltschaft Bielefeld Anklage wegen der Misshandlung von Schutzbefohlenen erhoben. Anlässlich eines arbeitsgerichtlichen Verfahrens gegen eine ehemalige Mitarbeiterin wurde heute erneut in den örtlichen Medien über dieses Thema berichtet.

Der DRK Kreisverband Bielefeld hat unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe diese unter Beteiligung des Vorstandes, des Betriebsrates, des Jugendamtes, des Landesjugendamtes und nicht zuletzt der Eltern und der in der Kita beschäftigten Mitarbeitenden zeitnah und umfassend aufgearbeitet.

Das Wohl der uns anvertrauten Kinder zu schützen, ist Basis der pädagogischen Arbeit in unseren DRK Kitas. Der DRK Kreisverband Bielefeld ist sich dieser Verantwortung bewusst und nimmt sie sehr ernst. Die ermittelnden Behörden auch weiterhin bei der Aufklärung des Sachverhalts zu unterstützen, ist für uns selbstverständlich.

In laufenden Verfahren bedarf es – zum Schutze aller Beteiligten – einer sorgsamen und insbesondere objektiven Aufklärung und Bewertung der Sachverhalte. Stellungnahmen außerhalb der laufenden Verfahren sind dieser Aufklärung nicht förderlich. Ebenso vertrauen Mitarbeiter*innen mit Recht darauf, dass bis zum Abschluss laufender Verfahren die Unschuldsvermutung gilt. Der DRK Kreisverband Bielefeld bittet daher um Verständnis, dass unbeschadet der internen Aufklärungsarbeit eine weitergehende Stellungnahme nicht abgeben werden kann.

 

DRK Kitas ab dem 8. Juni 2020 wieder für alle Kinder geöffnet

Gelbe Punkte auf dem Boden markieren den Abstand, den Erzieherin Marina Agic (v. l.) zu Eltern wie Nadine Nix einhalten muss, wenn sie ihre Tochter Greta (3) in die DRK Kita Nestwerk bringt.
Die DRK Kitas haben sich mit vielen organisatorischen Maßnahmen auf den „eingeschränkten Regelbetrieb” vorbereitet.

Endlich geht es wieder los: Seit dem 8. Mai ist das Betretungsverbot für die Kindertagesbetreuungsangebote in Nordrhein-Westfalen aufgehoben. Alle Kinder haben dann wieder grundsätzlich einen – allerdings durch die Maßgaben des Infektionsschutzes eingeschränkten – Anspruch auf Bildung, Betreuung und Erziehung in einem Angebot der Kindertagesbetreuung. Auch die mehr als 650 Kinder in 10 Kitas des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Bielefeld dürfen ihre Einrichtung im Rahmen des sogenannten „eingeschränkten Regelbetriebs“ wieder besuchen.

Konkret bedeutet dies für die Eltern, dass ihre Kinder in Anlehnung an das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) 10 Stunden pro Woche weniger betreut werden als im Betreuungsvertrag vereinbart. Das DRK legt dabei Wert auf individuelle Lösungen für jede einzelne Kita. „Wir haben uns je Kita mit den Elternbeiräten über die in dieser Phase der Lockerungen geltenden Öffnungs- und Betreuungszeiten verständigt“, sagt Ursula Reinsch vom DRK. Die eingeschränkten Öffnungszeiten stellten Eltern oft vor Herausforderungen. „In vielen Fällen ist es uns so gelungen, dass Eltern Arbeit und Familie weitestgehend miteinander in Einklang bringen können“.

Erzieher*innen haben in den vergangenen Tagen mit Hochdruck daran gearbeitet, die Corona-Sicherheitsauflagen umzusetzen. "Wir freuen uns riesig, die Kinder wiederzusehen", sagt Reinsch. Gleichwohl musste der Kita-Alltag an die aktuelle Situation angepasst werden: Abstände wurden auf dem Boden markiert, Waschräume, Garten und Pausenräume unterteilt, Bällebäder und Kuschelecken abgeschafft, das Spielzeug um etwa die Hälfte reduziert. Durften sich die Kinder bisher aussuchen, ob sie ins Atelier, den Bewegungs- oder Rollenspielraum gehen, müssen sie nun in so genannten „Betreuungssettings“ zusammenbleiben – strikt getrennt in festen Räumen, möglichst mit immer denselben Erzieher*innen.

Überhaupt ist die tägliche Arbeit derzeit coronabedingt mit vielen Einschränkungen verbunden. Vor allem gibt es keine gruppenübergreifenden Angebote, die die Kinder nach dem offenen Konzept nach eigenen Neigungen und Wünschen auswählen dürfen. „Aktivitäten, die zu näherem körperlichen Kontakt animieren, sind momentan nicht möglich“, erklärt Reinsch. „Das ist ein permanentes Dilemma für unsere Erzieher*innen, die einen hohen Anspruch an ihre pädagogische Arbeit haben“. So viel Einschränkungen wie nötig, so viel Normalität für die Kinder wie möglich – das ist das erklärte Ziel beim DRK.

Dies alles geschieht, um das Risiko einer Infektion mit dem Corona-Virus zu minimieren und für den Fall einer Erkrankung Infektionsketten nachvollziehbar zu machen. Dazu gehören auch die regelmäßige Reinigung von Oberflächen, Türgriffen und Spielsachen sowie häufiges Lüften. Beim Kontakt zwischen Erwachsenen besteht in den DRK Kitas Maskenpflicht, darüber hinaus wurde ein spezielles Hygiene-Konzept erarbeitet, in dem alle Mitarbeitenden geschult wurden und das jetzt im pädagogischen Alltag mit den Kindern umgesetzt wird. „Was ist Corona? – mit dieser Frage beschäftigen wir uns nun im Kita-Alltag. Die Jungen und Mädchen erfahren, wie wichtig das Waschen der Hände ist. Sie lernen die Nießetikette, um sich selbst und anders zu schützen“, beschreibt Reinsch den neuen Kita-Alltag.

Grundsätzlich gilt: Es dürfen keine Kinder betreut werden, die Krankheitssymptome aufweisen. Die Art und Ausprägung der Krankheitssymptome sind dabei unerheblich. Zudem dürfen sie nicht betreut werden, wenn Elternteile bzw. andere Personen aus häuslicher Gemeinschaft Krankheitssymptome von COVID-19 aufweisen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Coronavirus Hygiene-Tipps mehrsprachig


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DRK-Kitas ab dem 16.3.2020 geschlossen

Die Landesregierung NRW hat angeordnet, dass in Nordrhein-Westfalen alle Schulen und Kitas ab dem 16.03. bis mindestens 19.04.2020 geschlossen werden. Damit soll die Infektionskette des Corona-Virus eingedämmt und seine Ausbreitung verlangsamt werden.

Für Kinder von Eltern bestimmter Berufsgruppen gewährleistet das DRK in Bielefeld unter bestimmten Voraussetzungen eine Notbetreuung. Dieses Angebot kann lediglich in Anspruch genommen werden, wenn beide Elternteile Berufsgruppen angehören, die in kritischen Infrastrukturen tätig sind, beziehungsweise von Alleinerziehenden, die in diesen Berufsgruppen tätig sind.

Eine Liste der betroffenen Berufsgruppen hat das Familienministerium am Sonntag (15.03.2020) veröffentlicht. Dazu zählt die Landesregierung folgende Branchen:

    Energie wie Strom, Gas, Kraftstoffversorgung

    Wasser, Entsorgung

    Ernährung, Hygiene

    Informationstechnik und Telekommunikation

    Gesundheit

    Finanz- und Wirtschaftswesen wie Banken und Jobcenter

    Transport und Verkehr

    Medien

    staatliche Verwaltung (Bund, Land, Kommune)

    Schulen, Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe

Betroffene Eltern dieser Berufsgruppen, die die Betreuung nicht anderweitig organisieren können, müssen eine Bescheinigung durch ihre Arbeitgeber ausfüllen lassen und beim DRK, Fachbereichsleitung Kitas, Petra Schlegel einreichen.

Das DRK Bielefeld bittet alle Eltern für die Notwendigkeit dieser Maßnahmen um Verständnis, da sie zur Eindämmung der Ausbreitung der durch das Corona-Virus ausgelösten Krankheit Covid-19 in Bielefeld dienen.

Weitere Informationen im Kontext der Coronavirus-Pandemie finden Sie fortlaufend auf unserer Homepage.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der DRK Kita Nestwerk ist Klaus Uffmann seit 10 Jahren naturwissenschaftlichen Phänomenen auf der Spur

Sind vom Forschen mit Klaus Uffmann (vorne, Mitte) begeistert: Linus (von links), Jan, DRK Kita-Leiterin Ursula Reinsch, Ruben, Linus, Nico, Konstantin und Ermioni.
Kita-Leiterin Ursula Reinsch überbrachte die Glückwünsche von DRK Präsident Stephan Nau an Klaus Uffmann für 10 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit für das DRK.
Geduldig hilft Klaus Uffmann (rechts) Rhea beim Pipettieren ihrer Seifenlösung. Jan schaut gespannt zu. (Fotos: Rempe/ DRK)

Wenn Klaus Uffmann die Kita Nestwerk des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) betritt, trägt er nicht nur ein Lächeln auf den Lippen, sondern bringt auch eine prall gefüllte Klappkiste mit. Darin stapeln sich Reagenzgläser, Pipetten, Schutzbrillen und allerlei Substanzen in geheimnisvollen Gläsern.

„Mein Labor habe ich immer dabei“, sagt der 74-Jährige und wird gleich von einer muntereren Kinderschar in Beschlag genommen. Die Liebe zu seinem Beruf lässt den Entwicklungsingenieur und Chemotechniker auch im Ruhestand nicht los. Er will Kindern die Freude am Experimentieren und Forschen vermitteln – und das bereits seit zehn Jahren. „Forschen mit Herrn Uffmann“ heißt das Angebot, dass bei den Kindern der DRK Kita Nestwerk einmal pro Woche ganz hoch im Kurs steht. Die Reaktion verschiedener Substanzen, Inhaltsstoffe von Lebens- oder Düngemitteln, Stromkreise oder die Wirkweise eines Dynamos – die Liste der Themen ist lang und spannend.

Für Kita-Leiterin Ursula Reinsch ist das langjährige ehrenamtliche Engagement des rüstigen Rentners ein „absoluter Glücksfall“. Seit fast 20 Jahren hat der Fachbereich „Natur und Technik“ einen besonderen Stellenwert in der pädagogischen Arbeit. Im Jahr 2012 wurde das Familienzentrum als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert. „Wir möchten, dass unsere Kinder die Natur und naturwissenschaftliche Phänomene besser kennenlernen“, sagt Reinsch. „Es ist ein Gewinn für alle, wenn beim Forschen mit Herrn Uffmann pädagogische Themen aus Natur und Technik weiter vertieft werden“.

Der Ehrenamtler sorgt mit seiner ruhigen und freundlichen Art dafür, dass Kinder und Erzieher*innen gleichermaßen vom Forscher-Fieber gepackt werden. „Die Idee dazu hatte mein Sohn“, erzählt Uffmann. Vor zehn Jahren besuchten die beiden Enkelkinder des stolzen Opas die DRK Kita. Der Ruheständler, der in seiner Freizeit eine Arbeitsgruppe beim Naturwissenschaftlichen Verein für Bielefeld leitet, war spontan begeistert. „Es ist wichtig, dass Kinder frühzeitig mit Naturwissenschaften in Berührung kommen“, so seine Motivation.

Dass Uffmann gerne mit Kindern zusammenarbeitet, ist auch beim Rotkohlexperiment zu sehen. Mithilfe von Zitrone, Soda oder Waschpulver verfärbt sich der violette Rotkohlsaft rot, grün oder blau. Die Kinder, alle im Alter von drei bis sechs Jahren, sind voll konzentriert, auch nach einer Dreiviertelstunde noch. „Es ist schön zu sehen, dass es ankommt, was man macht“, freut sich Uffmann. Ihm ist wichtig, dass jedes Kind im Laufe eines Experiments mindestens einmal mitmachen kann. Nach besonderen Ereignissen gefragt, antwortet der ehrenamtliche Forscher bescheiden: „Wenn ein Kind sagt, das war aber heute schön“. So wird er sich auch weiter regelmäßig auf den Weg zu den Kita-Kindern machen – mit seinem Labor in der Kiste und einem Lächeln im Gepäck.

 

 

 

 

Wir wünschen allen Kindern und Familien ein glückliches und gesundes Jahr 2020!