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News | Aktuelles 2013

Kinder besser auf den Schulstart vorbereiten - Martini-Stiftung und Stiftung Diamant Software unter-stützen Kooperationsprojekt mit bislang 95.000 Euro

Ziehen positive Bilanz: (V. l.) Angelika Riedrich (DRK Kreisverband), Roswitha Lammel (Grundschule Am Homersen), Hermann Martini, Michael Martini (beide Martini-Stiftung)

Ein positives Zwischenfazit zogen DRK Kitas, Grundschulen und Stiftungen beim ersten Stiftertreffen zum Projekt „Fähigkeiten der Kinder entdecken und stärken“. Unterstützt wird das Kooperationsprojekt von der Martini-Stiftung und der Stiftung Diamant-Software aus Bielefeld. Gegenstand der Kooperation ist die individuelle Förderung von Kindern, die nicht durch Frühförderkonzepte oder Therapien in ihrer Lernentwicklung begleitet werden. Die zu fördernden Kinder werden in den letzten beiden Kindergartenjahren bis zu Beginn der Schuleingangsphase, also insgesamt für drei Jahre, von erfahrenen Pädagoginnen begleitet.

Die Pilotphase des Projektes startete 2010 im FamZ (Familienzentrum) DRK Kita Nestwerk in Heepen. „Einige Kinder benötigen mehr Zeit als andere und spezielle Anregungen, um optimal vorbereitet in die Schule starten zu können“, erläutert Kita-Leiterin Ursula Reinsch die Grundidee des Projektes. Diese Kinder seien normal begabt und könnten daher nicht durch andere Frühförderkonzepte unterstützt werden. Gleichwohl hätten Brüche in der Entwicklungsphase oder spezielle familiäre Situationen dazu geführt, dass die Kinder ihre Stärken nicht entfalten könnten. Die Gründe seien vielfältig, sagt Reinsch: „Mal ist es das kranke Geschwisterkind, die berufliche Situation oder unzureichende Sprachkenntnisse, die es Eltern erschwert, dem Kind bestmögliche Rahmenbedingungen für seine Entwicklung zu geben.“

Hier setzt das Projekt an. In enger Abstimmung mit den Eltern, Erzieherinnen und der Lehrkraft erarbeitet die Lernbegleiterin einen Förderplan, der von allen Beteiligten mitverantwortlich getragen wird. Durch dieses Netzwerk sollen präventiv bestmögliche Voraussetzungen für schulisches Lernen geschaffen werden. Lesen, Schreiben und Rechnen stehen dabei nicht auf dem Stundenplan der Kinder. Vielmehr unternehmen sie Ausflüge in den Tierpark, auf den Markt, ins Museum oder Theater.

 

Projektbeteiligte und Stifter zogen erste positiv Zwischenbilanz des Projektes Projekt „Fähigkeiten der Kinder entdecken und stärken“

„Das Erlebte verhilft den Kindern zu mehr Selbstbewusstsein“, formuliert Roswitha Lammel, Schulleiterin der Grundschule Am Homersen und Initiatorin des Projektes, ein Ziel der Initiative. Gleichzeitig werden die Eltern durch Beratungsgespräche unterstützt. Dort erfahren sie auch, wie sich scheinbar

banale Tätigkeiten wie das gemeinsame Kochen oder Backen als Lernfelder für Sprache und Mathematik eignen. Zwischenzeitlich sind erste Kinder in der Schuleingangsphase der Grundschule angekommen. „Unsere Hoffnungen haben sich mehr als erfüllt“, sagt Lammel.

Hermann Martini zeigte sich begeistert vom bisherigen Verlauf: „Die Erfahrungen zeigen, dass bei möglichst frühzeitiger Förderung der Kinder die besten Erfolge erzielt werden.“ Er dankte allen Beteiligten für ihr außerordentliches Engagement: „Da steckt viel Herzblut drin.“ Die Gelder seien richtig angelegt. Insgesamt sind sechs DRK Kindertagesstätten in Mitte, Heepen, Milse und Sennestadt sowie fünf Grundschulen an dem Projekt beteiligt. Bislang werden rund 40 Kinder gefördert. Die jährlichen Zuschüsse der Stiftung Diamant Software und der Martini-Stiftung betragen insgesamt 36.000 Euro. Die Gesamthöhe der von den Stiftungen bis Sommer 2014 zur Verfügung gestellten Fördergelder beträgt rund 95.000 Euro.

Christina-Carolin Rempe

 

Projektbeteiligte „Fähigkeiten der Kinder entdecken und stärken“

 

Mitte: FamZ DRK Kita Weltweit, Josefschule

Heepen: FamZ DRK Kita Nestwerk, DRK Kita Heeper Strolche, DRK Kita Lummerland, Grundschule Am Homersen, Grundschule Heeperholz

Milse: DRK Kita Mehlhausen, Grundschule Milse

Sennestadt: FamZ DRK Kita Heideblümchen, Hans-Christian-Andersen-Grundschule

 

Die Stiftungen

 

Die Stiftung Diamant Software fördert Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen und unterstützt hilfsbedürftige Menschen durch eigene Projekte oder durch direkte Zuwendungen.

 

Die Ingrid- und Hermann-Martini-Stiftung unterstützt und fördert Behinderte und in Not geratene Menschen und fördert Erziehung und Bildung, Heimat- und Denkmalpflege sowie ehrenamtliche Tätigkeit.

 

Weitere Informationen:

DRK Kita und FamZ Nestwerk

Rüggesiek 26, 33719 Bielefeld

Ursula Reinsch, Telefon 05 21 – 336 76 96

 

Neues Außengelände für DRK Kita Nestwerk Mehr Platz für mehr U 3 – Kinder

Die Kinder sind kaum zu halten: Kita-Leiterin Ursula Reinsch eröffnet das neue Außengelände. Es freuen sich mit (v. l.): Martin Knabenreich (Chefredakteur Radio Bielefeld), Andreas Wart (Interhyp), Ralf Großegödinghaus (Kreisgeschäftsführer DRK), Reinhard Friese (Landschaftsarchitekt) und Simone Osiek (Vorsitzende Förderverein)

Das eiskalte Dezemberwetter lud nicht gerade zu Spielen im Freien ein, aber das war den Kinder der DRK Kita und Familienzentrum Nestwerk ziemlich egal. Getreu dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung“ nahmen sie dick angezogen ihr neues Reich in Besitz. Kaum war das rot-weiße Absperrband durchgeschnitten, stürmten sie ihr neues Spielparadies.

Das Außengelände ist tatsächlich kaum wiederzuerkennen: Kreative Spielgeräte haben darauf ihren Platz gefunden wie eine Doppelschaukel, Spielhäuschen und ein Klettergerüst. Für die unter 3-jährigen Kinder wurde ein abgegrenzter Spielbereich mit Wasserspender, Matschbereich, Schaukel und einem Spielhäuschen geschaffen, in dem die Kleinsten ungestört spielen und matschen können. Wipptiere sollen das Angebot vervollständigen.

Komm rein, dann kannst du rausgucken: Jusuf, Alan und Emil sind schon im neuen Spielhaus eingezogen

Kinder und Mitarbeiterteam der viergruppigen Einrichtung hatten seit Sommer 2012 auf etwa die Hälfte des rund 3.000 qm großen Außenbereiches verzichten müssen. Das Gelände war aufgrund der Bauarbeiten für die Erweiterung des U 3-Bereiches abgesperrt worden. Nach fünfmonatiger Bauzeit konnte der Anbau im November 2012 planmäßig bezogen werden.

Dort verfügen seitdem 18 Kinder unter 3 Jahren nicht nur über mehr Platz, sondern auch über einen neuen Schlafraum, einen zusätzlichen Spielraum, einen Raum für Bewegungsangebote, einen modernen Sanitärbereich mit Wickeltisch  und Kindertoiletten sowie über Fußbodenheizung. „Durch die räumliche Erweiterung konnten wir unser Angebot an U 3-Plätzen nahezu verdoppeln“, erläutert Kita-Leiterin Ursula Reinsch.

Wie die Profis: Finja, Jona und Jule erzählen Radio Bielefeld-Chefredakteur Martin Knabenreich, was ihnen am neuen Außengelände besonders gut gefällt

Doch aus der zügigen Gartengestaltung wurde nichts. Erst nach den Herbstferien Anfang November 2013 konnte mit der Gestaltung des Außenbereiches begonnen werden. Zuvor waren in den in den Wänden des Gebäudes Risse aufgetreten, die eine Untersuchung erforderlich machten. „Das Team hat die augrund der Bauverzögerung entstandenen Einschränkungen mit Bravour gemeistert“, lobt DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus. Die Sicherheit des Gebäudes sei zu jedem Zeitpunkt gewährleistet gewesen.

Zwischenzeitlich nutzte der Förderverein der DRK Kita Nestwerk den vorübergehenden Baustopp für die Teilnahme an einem von Radio Bielefeld und der Interhyp AG ausgelobten Wettbewerb – mit Erfolg: Eltern, Kinder und Mitarbeiter der Einrichtung bauten drei Insektenhotels für Seniorenheime in Heepen und gewannen 5.000 Euro für die Gestaltung des Außengeländes „Damit haben wir eine Doppelschaukel und ein Spielhäuschen finanziert“, freut sich Ursula Reinsch.

Die Kosten für die Erweiterung des U 3-Bereiches und die Gartenumgestaltung betrugen rund 230.000 Euro. Diese wurden überwiegend aus Fördermitteln des Landes NRW finanziert.

Christina-Carolin Rempe

Hier können Sie die Mitschnitte von Radio Bielefeld über die Eröffnung des Außengeländes hören

Hier können Sie den Mitschnitt von Radio Bielefeld über den Gewinn des Spielhauses hören.

 

 

Kinder und Senioren genießen gemeinsame Zeit - DRK-Kita Nestwerk spendet Insektenhotel an Petristift

Genießen die gemeinsame Zeit: Die Kinder der DRK-Kita Nestwerk bringen den Bewohnern des Petristifts ein Ständchen

Im Heeper Petristift herrscht Vorfreude: Alles ist für die kleinen Gäste, die gleich kommen werden, vorbereitet. Die Bewohner des Alten- und Pflegeheims erwarten die Kinder und Erzieherinnen der DRK-Kita Nestwerk.

Hintergrund des Besuchs: Radio Bielefeld und Interhyp hatten zuvor in einem Wettbewerb den Gewinn von drei Spielhäusern ausgelobt. Als Gegenleistung sollten die Kitas gemeinnützige Leistungen für die Bewohner der Stadt erbringen. Die DRK-Kita Nestwerk setzte sich gegen rund 40 Kitas mit ihrer Projektidee durch. In Teamarbeit mit Kindern, Eltern und Erziehern entstanden drei Insektenhotels, die an die Heeper Seniorenzentren verschenkt werden. Ein Exemplar stellten Kinder und Erzieherinnen jetzt im Petristift im Rahmen eines fröhlichen Festes mit Bewohnern und Mitarbeitern auf.

Ein gutes Team: Heimbewohner Heinrich Schwake und Glenn bringen gemeinsam die letzte Schraube am Insektenhotel an

Einrichtungsleiter Jens Hochgreff ist begeistert von der Idee: „Viele unserer älteren Menschen hatten früher selbst einen Garten. Sie haben daher eine intensive Beziehung zur Natur, da gehören Spinne oder Biene einfach dazu“. Die Freude an dem quirligen Besuch steht den Bewohnern des Petristifts ins Gesicht geschrieben. Zur Begrüßung stimmen die Kinder “Summ, summ, summ, Bienchen summ herum“ an und viele Senioren singen gleich mit. Heimbewohner Heinrich Schwake befestigt gemeinsam mit den Mädchen und Jungen symbolisch die letzten Schrauben am Insektenhotel.

Die Bienen können einziehen: Jens Hochgreff (Einrichtungsleiter Petristift), Swetlana Eckler (DRK), Ruth Baumann (Heimbeirat), Kita-Leiterin Ursula Reinsch und Johanna Dellinger (DRK) (hinten v. l.) freuen sich gemeinsam mit den Kindern der DRK-Kita Nestwerk über das neue Insektenhotel im Petristift

„Das ist ein schöner Anlass zur Kooperation“, freut sich Kita-Leiterin Ursula Reinsch. Als Familienzentrum wünsche man sich weitere Anknüpfungspunkte und eine intensivere Zusammenarbeit. Jens Hochgreff schließt sich dem Wunsch an: „Davon werden sicherlich beide Seiten profitieren“. Während die Kinder mit ihrer Unbekümmertheit bei den Senioren oft ungeahnte Energien freisetzen, profitiere die Enkel-Generation vom reichen Erfahrungsschatz der älteren Menschen. „Sie genießen es, einfach Zeit miteinander zu verbringen“, weiß Hochgreff.

Von den guten Wünschen bekommen die Kinder nichts mehr mit: Sie sitzen gemeinsam mit den Heimbewohnern schon in der Cafeteria des Petristifts und genießen die leckeren Grillwürstchen.

Christina-Carolin Rempe

Englisch lernen in der DRK - Kita Spaß und Selbstbewusstsein stehen im Vordergrund

Begeistert: Die DRK-Vorschulkinder feiern mit dem Besuch des Annie und Alex-Musicals den Abschluss des Early English Angebotes

In weniger als fünfzehn Jahren kooperieren und konkurrieren Kinder, die heute in den Kindertagesstätten (Kita) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) spielen, auf dem europäischen Arbeitsmarkt. Hierbei wird ihre Fähigkeit Englisch zu sprechen, ein großer Vorteil sein. Jetzt haben rund 80 Vorschulkinder aus sechs DRK-Einrichtungen einen knapp einjährigen Early English Kurs erfolgreich abgeschlossen.

Kinder, die schon englische Grammatik büffeln und Vokabeln pauken, anstatt mit ihren Freunden zu spielen? „Davon ist unser Early English Konzept weit entfernt“, sagt Kita-Leiterin Marita Gelbe-Kruse. Sie ist im DRK-Kreisverband Bielefeld e. V. verantwortlich für das Projekt und koordiniert alle kitaübergreifenden Aktivitäten. „Ziel ist es, die Kinder mit so viel Spaß an die englische Sprache heranzuführen, dass sie das Lernen dabei gar nicht bemerken."

Mit Alex und Annie (v. l.) lernen die DRK-Kinder spielerisch die englische Sprache

Dass die Kinder mit Spaß bei der Sache sind, konnten Eltern und Angehörige jetzt hautnah miterleben. Als Höhepunkt und Abschluss des Programms hatte das DRK alle Early English Absolventen und ihre Familien in die Lutherschule eingeladen. Dort führten die Schauspieler Sabine Sturm und Christopher Fliether aus Hamburg das Annie und Alex-Musical auf. Erzählt wird dabei die spannende Geschichte von Annie und Alex, die mit ihren Freunden bei ihrer Reise durch das Rainbow Land viele Abenteuer erleben.

„English is easy, English is fun“, „One little, two little, three little fingers”, “Beautiful colours” – die kleinen Zuschauer können jedes Lied auswendig mitsingen. „Musik und Rhythmus unterstützen die in diesem Alter besonders ausgeprägte Merkfähigkeit der Kinder“, erläutert Marita Gelbe-Kruse. Die Aussprache falle den Mädchen und Jungen leicht und die Worte werden ihnen schnell vertraut. „So wird die gesamte spätere Sprachkompetenz gestärkt.“

Stars zum Anfassen: Alex und Annie alias Christopher Fliether und Sabine Sturm (v. l.) zählen mit den DRK-Kindern auf Englisch

Kurze, einfache und eingängige Lieder sind der wichtigste Baustein des Konzeptes. Diese enthalten jeweils ein Lernziel und bauen systematisch aufeinander auf. Ergänzt werden sie durch einfache Übungen, Spiele sowie Mal- und Bastelarbeiten. Der Unterricht findet einmal wöchentlich in effektiven Kleingruppen statt.

Ist es sinnvoll, Kinder bereits in der Kita mit einer Fremdsprache zu konfrontieren? „Diese Frage wird tatsächlich immer wieder diskutiert“, räumt Marita Gelbe-Kruse ein. Der Vorsprung an erlernten Vokabeln und Redewendungen sei in kurzer Zeit aufzuholen. „Der wahre Lernvorteil der Early English Kinder ist die Erfahrung, dass Lernen Spaß macht.“ Die Jungen und Mädchen lernen selbstverständlicher und mit größerem Selbstbewusstsein.

Das Programm „Early English“ ist ein innovatives Lernkonzept für Kinder im letzten Kindergartenjahr bis zum Ende der 4. Klasse. Es wurde von dem Lehrer und Musiker Paul Lindsay entwickelt.

Christina-Carolin Rempe

Weitere Informationen: www.annie-alex.com

DRK Kita Nestwerk gewinnt Spielhaus - Für Heeper Seniorenheime Insektenhotel gebaut

Das Gewinner-Team präsentiert stolz die drei Insektenhotels: Maja, Selina, Niko, Caner, Erik, Devin, Jonas (vorne, v. l.), Clemens Wunram, Ursula Reinsch , Jens Osiek, Simone Osiek, Larissa Kölling, Iris Große-Wortmann, Aysel Ekinci, Ines Bock von Wülfingen, Johanna Dellinger, Ulla Stegemann und Klaus Lengwenings (hinten, v. l.)

Über den Gewinn eines Spielhauses darf sich die DRK-Kita Nestwerk freuen. Radio Bielefeld und Interhyp hatten zuvor in einem Wettbewerb den Gewinn von drei Spielhäusern im Wert von je 5.000 Euro in Aussicht gestellt. Als Gegenleistung sollten die Kitas gemeinnützige Leistungen für die Bewohner der Stadt erbringen. Die Einrichtung setzte sich gegen rund 40 Kitas mit ihrer Projektidee durch. In Teamarbeit mit Kindern, Eltern und Erziehern entstanden drei Insektenhotels, die nun an die Seniorenzentren in Heepen verschenkt werden.

So seh´n Sieger aus: Interhyp-Niederlassungsleiter Andreas Wart übergibt symbolisch den Gewinnerscheck an Fördervereins-Vorsitzende Simone Osiek und Kita-Leiterin Ursula Reinsch (v. l.)

Durch einen Hinweis der Fördervereins-Vorsitzenden Simone Osiek war man in der Kita auf die Aktion aufmerksam geworden. Bei einem Elternfrühstück entstand dann die Idee zum Bau von Insektenhotels für Heeper Seniorenzentren. „Wichtig für uns war dabei, einen Zusammenhang zum besonderen Profil der Kita Nestwerk herzustellen“, erzählt Ideengeberin Iris Große-Wortmann. Der Fachbereich „Natur und Technik“ beherbergt dort neben einem Wasserlauf und verschiedensten Instrumenten und Materialien zum Experimentieren eine voll eingerichtete Holzwerkstatt.

Radio Bielefeld-Moderator Tim Linnenbrügger im Interview mit den fleißigen Handwerkern

Beim Bau der Insektenhotels musste einiges beachtet werden: „Die kleinen Krabbler mögen es warm, trocken und windgeschützt“, erläutert Simone Osiek. Tipps für Aufbau und Ausstattung gaben die Fachleute des Naturpädagogischen Zentrums Schelphof. Drei Tage dauerte es vom Konzept bis zur Fertigstellung - ein kleiner Kraftakt für Kinder, Eltern und Erzieher. Dabei musste der Grundriss geplant, Materialien gesammelt und eingekauft, Holz zugeschnitten, lasiert und zusammengefügt werden. Zuletzt wurde der Rohbau mit trockenen Blättern, Zweigen, Bambus, Holz, Hohlziegeln und Lehm gefüllt. „Das war eine echte Teamleistung“, ist Ursula Reinsch zu Recht stolz.

Die glückliche Gewinner-Kita präsentiert ihren Scheck

In einer Feierstunde mit Kindern, Eltern, Erziehern und Vertretern der Seniorenzentren übergab Interhyp-Niederlassungsleiter Andreas Wart den Spendenscheck in Höhe von 5.000 Euro: „Ich bin erstaunt, wie schnell und mit welchem Engagement hier alle zusammengearbeitet haben.“ Das Geld sei in der Kita Nestwerk in guten Händen. Dort kommt die Finanzspritze gerade zur rechten Zeit: Im vergangenen Herbst war ein Erweiterungsbau für die unter dreijährigen Kinder entstanden. Jetzt soll das Außengelände gestaltet und neue Spielhäuser angeschafft werden.

Zuvor aber wollen die Kinder mit ihren Erziehern die Seniorenzentren Leithenhof, Petristift und Wohnen am Pastorengarten besuchen. Mit im Gepäck: Drei Insektenhotels, die sie gemeinsam mit den älteren Menschen aufstellen wollen.

 

Hier können Sie die Mitschnitte von Radio Bielefeld über den Gewinn des Spielhauses hören.

Hier können Sie den Mitschnitt von Radio Bielefeld über den Gewinn des Spielhauses hören.

 

 

Mitschnitt Teil 2

Hier können Sie den Mitschnitt von Radio Bielefeld über den Gewinn des Spielhauses hören.

 

 

Mit Musik geht alles besser - DRK-Kita Nestwerk feiert KitaMUSIKfest

Liliana und Nina von den "Nestwerksingers"

„Wir sind die Kinder vom DRK – alles klar!“ schallte es laut aus zahlreichen Kinderkehlen in der DRK-Kita und Familienzentrum Nestwerk. Der hauseigene Kita-Chor „Nestwerksingers“ unter der Leitung von Erzieherin Anja Kobusch hatte ein kleines Bühnenprogramm einstudiert, um damit die Gäste des KitaMUSIKfestes am 4. Mai 2013 fröhlich zu begrüßen. Damit stellten die Mädchen und Jungen nicht nur ihr Gesangstalent unter Beweis. Sie zeigten auch, was sie über den Gründer des Roten Kreuzes, Henry Dunant, alles wissen und worauf es beim Helfen wirklich ankommt: Ein großes Herz!

 

Geigenlehrerin Frau Friedel mit Ramona, Janne und Malina

Zuvor hatte die Trommelgruppe Akwaaba Kinder, Gäste und das Nestwerk-Team mit afrikanischen Klängen aus Ghana auf das musikalische Motto des Festes eingestimmt. Akwaaba-Chef Theodor Saathoff ermunterte die Kinder: „Wenn ihr tanzen wollt, tut das, denn dafür ist die Musik gemacht.“

Dem KitaMUSIKfest vorausgegangen waren zwei spannende Projektwochen zum Thema Musik, deren Ergebnisse nun präsentiert wurden. „Zudem möchten wir den Eltern vorstellen, was unser Familienzentrum im Bereich Musik vor Ort anbietet“, erläuterte Kita-Leiterin Ursula Reinsch das Konzept des Festes. Darüber hinaus wolle man Perspektiven der musikalischen Erziehung von Kindern aufzeigen. Zu diesem Zweck stellten Musikpädagogen der Musikschule Allegro und der Musik- und Kunstschule Bielefeld verschiedene Instrumente vor.

Theatergruppe " Peter und der Wolf" mit Johanna Dellinger und Heike Nordsieck

Der Blick auf die präsentierten Projektergebnisse lohnte: Wer noch nicht wusste, woraus man alles Instrumente basteln kann, konnte sich hier zahlreiche Anregungen holen. Ob Kisten, Eimer, Gummibänder, Walnussschalen, Überraschungseier, Perlen, Blumentöpfe oder Pappröhren – hier waren Zupfkästen, Kastagnetten, Rasseln, Schellenkränze und Trommeln entstanden, die sehenswert sind. Darüber hinaus konnten die Kinder Klanghölzer anfertigen und verzieren.

Eine andere Projektgruppe vertonte den erfolgreichen Kinderbuchklassiker „Grüffelo“ als Hörbuch. Die „Nestwerksingers“ spielten mit Unterstützung zweier Eltern am Keyboard  und  Cello  eine  CD-Aufnahme  ein.

Besucher des KitaMUSIKfests

Ein  Laien-Schauspielensemble  und -orchester unter der Leitung der Erzieherinnen Johanna Dellinger und Heike Nordsieck vertonte das musikalische Märchen „Peter und der Wolf“ von Sergei Prokofjew neu und offenbarte manch Schauspieltalent in den Reihen der Nestwerk-Kinder.

Andernorts konnten die Mädchen und Jungen nicht nur verschiedene Instrumente ansehen, sondern auch gleich ausprobieren. Gemeinsam mit der Trommelgruppe Akwaaba ließen die Kinder auf nachgebauten bzw. Original-Kpanlogo-, Djembé und Basstrommeln in der Kita einen Gewitterregen niedergehen. Begleitet von jeweils vier Schnupper-Instrumentalisten gab Sabrina Friedel, Geigenlehrerin und Fachleiterin Violine der Musik- und Kunstschule Bielefeld, vor einem ausgesuchten Publikum ein „Dackel-Lied“ zum Besten. Dabei lernten die jungen Musiker auch gleich, wie man zählt: „1 - 2 - 3 - 4, nicht ‚Auf die Plätze, fertig, los’!“. Bärbel Mörchen, Musikpädagogin der Musikschule Allegro zeigte Flöten aus verschiedenen Ländern und ließ die Mädchen und Jungen geduldig auf extra mitgebrachten Probeinstrumenten spielen. Das Familienzentrum Nestwerk bietet in Kooperation mit der Musikschule Allegro musikalische Früherziehung für Kinder im Alter von 3 ½ bis 6 Jahren bzw. Flöten für Anfänger für Kinder im Vorschulalter an.

Bei herrlichem Frühlingswetter konnten sich alle, die sich müde gespielt hatten oder einfach nur die warme Sonne genießen wollten, bei Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken entspannen. Mit dem Tanz „Komm und spring mit mir“ klang ein kurzweiliger Nachmittag mit vielen tollen Angeboten aus. Am Ende des gelungenen Tages formulierte Ursula Reinsch hochzufrieden das Fazit der Veranstalter: “Eine tolle Stimmung und super Wetter – es hätte nicht besser laufen können“. Der Dank gilt allen kleinen und großen Helfern, die mit ihrem Engagement das KitaMUSIKfest in dieser Form erst möglich gemacht haben.

Christina-Carolin Rempe

WDR-Fernsehteam zu Besuch

WDR-Techniker Simon Kohlan und Redakteurin Julia Forsthövel zeigen Caner, Glenn, Emily, Janne, Malina, Ayana, Martin und Taner wie Interviews beim Fernsehen geführt werden

 

Einen außergewöhnlichen Vormittag erlebten die Kinder der DRK-Kita Nestwerk: Ein Fernsehteam des WDR-Studios Bielefeld war in die Einrichtung gekommen, um die Mädchen und Jungen dort beim Forschen und Experimentieren zu filmen. Sensibel stellten Redakteurin Julia Forsthövel, Kameramann Werner Rüdiger und Techniker Simon Kohlan die Technik vor und hatten so die Kinder schon bald für sich gewonnen. Schnell siegte die Neugierde über die anfängliche Zurückhaltung, als die Mädchen und Jungen durch die Kamera sehen oder mit Mikrofon und Kopfhörern erleben durften, wie Bild- und Tontechnik beim Fernsehen funktionieren.

Nach gelungener Eingewöhnung ließen sich die kleinen Forscher der DRK-Kita Nestwerk souverän bei der Arbeit filmen. Für das WDR-Team hatten die Erzieherinnen Ines Hollmann, Daniela Koch und Christiane Krüger Experimente rund um das Thema Wasser vorbereitet. Projektleiterin Christiane Krüger erläutert: „Das Element Wasser bietet eine Vielzahl grundlegender Erfahrungsmöglichkeiten. Mit einfachen Versuchen lassen sich spannende Phänomene erforschen.“ Dabei lernten die Kinder beispielsweise, dass Wasserteilchen sich so aneinander festhalten, dass eine „Wasserhaut“ entsteht. Diese sorgt auch dafür, dass Reißzwecken auf der Oberfläche des Wassers schwimmen, wenn man sie vorsichtig darauf legt. Auch in der Natur haben die Mädchen und Jungen solche Phänomene schon beobachtet. Erik (4) erzählt: „Als wir im Urlaub waren, hatten wir einen Teich und da waren Wasserläufer drauf“.

Ein weiteres Experiment zeigte, dass Wasser auch ein gutes Lösungsmittel ist. Die kleinen Forscher entdeckten, dass in Wasser gelöster Zucker zwar für die Augen unsichtbar, aber dennoch nicht verschwunden ist. Längst sind die Kinder so mit Experimentieren beschäftigt, dass sie Kameramann Werner Rüdiger und Techniker Simon Kohlan fast vergessen haben. Die Mädchen und Jungen zeigten WDR-Redakteurin Julia Forsthövel, dass man den Zucker im Wasser nicht nur schmecken, sondern auch sichtbar machen kann. Dazu wurden Zuckerstückchen mit Lebensmittelfarbe gefärbt und auf einen Teller mit Wasser gelegt. Dabei entstehen bunte Farbverläufe, die auf jedem Teller anders aussehen. Daria (6) erklärt stolz: „Rot und gelb ergibt Orange – ich kann nämlich rechnen!“

Während die Kinder noch ins Experimentieren vertieft sind, erzählte Kita-Leiterin Ursula Reinsch dem WDR-Team, dass Experimente ein fester Bestandteil im Angebotsspektrum der DRK-Kita Nestwerk sind: „Durch erste spielerische Berührungspunkte und die kindliche Neugier kann das Interesse an naturwissenschaftlich-technischen Themen frühzeitig geweckt werden“.

Viel zu schnell ging ein spannender Vormittag zu Ende. Jetzt durften auch die übrigen Mädchen und Jungen der Einrichtung das Fernsehteam samt Kamera und Tontechnik kennenlernen. Trotz großen Andrangs warteten die WDR-Mitarbeiter geduldig, bis alle Kinder zufriedengestellt sind. Mit wachsender Begeisterung wurden Interviews geführt oder Lieder gesungen. Vielleicht hat hier eine große Fernsehkarriere ihren Anfang genommen …

Anlass der Berichterstattung war die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Frau Prof. Dr. Gisela Lück von der Universität Bielefeld, Fachbereich Didaktik der Chemie. In der Vermittlung frühkindlicher naturwissenschaftlicher Bildung gilt sie als führende Expertin in Deutschland.

Auf die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern von Prof. Lück und der DRK-Kita Nestwerk wurde auch der WDR aufmerksam. Im Sommer 2011 war die Einrichtung bereits Austragungsort des Science-Festivals GENIALE. In der Kita wurden dabei in Kooperation mit dem Fachbereich Didaktik der Chemie der Universität Bielefeld Forschercamps angeboten. Aufgrund der großen Resonanz bot das Familienzentrum Nestwerk 2012 weitere Kurse für Eltern und Kinder zu diesem Thema an.

Den Fachbereich „Natur und Technik“ gibt es in der DRK-Kita Nestwerk schon seit 10 Jahren. 2012 wurde die Einrichtung zum „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet. Im Herbst 2003 wurde im Erweiterungsbau eine Natur- und Technikwerkstatt eingerichtet, die bis heute beispielhaft in OWL ist.

Christina-Carolin Rempe

 

Zertifizierung zum Haus der kleinen Forscher

Freuen sich über die Auszeichnung: Markus Rempe (Vorstands-Vorsitzender Lippe Bildung), Projektleiterin Christiane Krüger, Ralf Großegödinghaus (DRK Kreisgeschäftsführer) und Kita-Leiterin Ursula Reinsch (v. l.)

 

Als erste DRK Kita in Bielefeld darf sich das Familienzentrum Nestwerk nun „Haus der kleinen Forscher“ nennen.  Netzwerkkoordinator Markus Rempe von der Lippe-Bildung eG zeichnete die Einrichtung anlässlich eines Kita-Festes mit der Plakette „Haus der kleinen Forscher“ aus und überreichte Forschermedaillen an die Mädchen und Jungen. Zu den ersten Gratulanten gehörte DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus: „Es ist schön zu sehen, mit wie viel Freude die Kinder hier die Naturwissenschaften kennenlernen.“

Das „Haus der kleinen Forscher“ ist eine bundesweite Stiftungsinitiative, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Sie hilft mit ihren Angeboten Pädagogen dabei, Mädchen und Jungen im Kindergarten- und Grundschulalter bei ihrer Reise in die Welt der Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu begleiten. Dabei stellt die Stiftung den teilnehmenden Einrichtungen kostenlos Arbeitsunterlagen in Form von Projektbroschüren und Experimentierkarten zu verschiedenen Themen zur Verfügung.

Die Einrichtung wurde durch das lokale Netzwerk Lippe Bildung eG mit dem Angebot von Workshops unterstützt. Hier konnten die Erzieherinnen das Konzept  „Haus der kleinen Forscher“ kennenlernen, selbst experimentieren und Ideen zur Einbindung des Konzeptes in die tägliche Arbeit mit in die Kita nehmen. Zuständig für das Projekt in der DRK Kita Nestwerk waren Christiane Krüger und Bianca Kanning, die sich seit 2009 in der kindgerechten Vermittlung von Naturphänomenen weitergebildet haben. „Allein die täglichen Erfahrungen mit Wasser, Luft und Licht führen zu zahlreichen Fragen der Kinder, auf die wir Antworten finden müssen. Wir entwickeln daraus Projekte, die die Jungen und Mädchen, aber auch die Erwachsenen immer wieder faszinieren“, erzählt Ursula Reinsch aus dem Kita-Alltag. Forschen und Experimentieren sei im Rahmen der täglichen Angebote äußerst beliebt bei den Mädchen und Jungen und von daher fest in den Kita-Alltag eingebunden. Daher besucht mittlerweile eine weitere Mitarbeiterin die Workshops.

Wo so regelmäßig geforscht wird, wundert es nicht, dass das Kita-Fest unter dem Motto  „Phänomene in der Natur“ stand. In mehreren Themenräumen zeigten die Kinder, was sie alles über Luft, Licht, Spiegel, Farben und Akustik gelernt haben. Danach durften auch die Eltern experimentieren. Besonders beliebt bei Jung und Alt war dabei die Luftballonrakete, die an einem Faden geführt durch den Raum schießt. Aber auch das Nachfahren einer Strecke nur mit dem Blick in den Spiegel oder das Bedienen der „Kerzenauspustemaschine“ stellte alle kleinen und großen Forscher vor eine Herausforderung.

Den Fachbereich „Natur und Technik“ gibt es in der DRK Kita Nestwerk schon seit 10 Jahren. Im Herbst 2003 wurde im Erweiterungsbau eine Natur- und Technikwerkstatt eingerichtet, die bis heute beispielhaft in OWL ist. Kita-Leiterin Ursula Reinsch ist daher zu Recht stolz: „Das „Haus der kleinen Forscher“ bietet uns eine ideale Plattform, um die Kinder in unserer Einrichtung noch systematischer für naturwissenschaftliche und technische Phänomene zu interessieren und zu begeistern.“

Im Sommer 2011 war die Einrichtung bereits Austragungsort des Science-Festivals GENIALE. Wegen des außerordentlichen Erfolges der Forschercamps wurden diese als Kurs „In der Natur verschwindet nichts“ in das aktuelle Programm des Familienzentrums aufgenommen. Unterstützt wurde die Kita dabei vom Fachbereich Didaktik der Chemie der Universität Bielefeld. Im Januar folgten naturwissenschaftliche Projekttage zum Thema „Was hält mich gesund“. Höhepunkt des Kita-Festes war die Vorführung des Bühnenstückes „Luftikus“ durch Dr. Hans-Georg Stammler von der Fakultät für Chemie der Universität Bielefeld.

Christina-Carolin Rempe